Klosteruine Detail
Klosterruine
Klosterruine
Klosteruine
Voriger
Nächster

Gründung

Der Orden der Zisterzienser nahm seinen Anfang in Citeaux, Burgund 1098.
Über die so genannten Primarabteien

  • “La Ferté” (1113),
  • “Pontigny”(1114),
  • “Clairvaux”(1115) und
  • “Morimond”(1115)

 

breitete sich der Orden mit Filiationen (Tochtergründungen) über ganz Europa aus. 

Filiationsfolge für Hude:

  1. Morimond
  2. Altenberg-Odenthal bei Köln
  3. Mariental bei Helmstedt
  4. Hude

Ausbreitung

Bitte bewegen Sie den Mauszeiger über die Karte um diese zu vergrößern.

Citeaux und die Tochterklöster (Filiationen)

Das Kloster Citeaux (lat. Cistercium) ist das Mutterkloster des Zisterzienserordens. Hier gründete Robert Molesme (auch Robert von Citeaux genannt) in den Sümpfen südwestlich von Dijon das erste Kloster. Leider sind die historischen Gebäude fast alle nach der Französischen Revolution zerstört worden. Nur wenige Gebäude blieben erhalten, so die alte Bibliothek (Scriptorium) aus dem 15.Jahrhundert und darin ein Flügel des kleinen Kreuzganges.
Von Citeaux aus wurden vier Tochterklöster (sog. Primärabteien) gegründet, die wiederum Tochterklöster (Filiationen) in ganz Europa bildeten. Die vier  Primärabteien waren
Clairvaux (1115),
Morimond (1115),
Pontigny (1114) und
La Ferté (1113)

Der Filiationsstrang für das Kloster Hude verlief von
Citeaux über
Morimond,
Altenberg (1133),
Mariental (1138) nach
Hude (1232).

Clairvaux (1115)


Clairvaux, das nach Citeaux wohl bedeutendste Kloster des Ordens, hat unter dem Einfluss Bernhards von Clairvaux Klostergründungen mit beeinflusst. Lage, Gestalt und Architektur des Klosters waren Vorbild für viele weitere. Leider blieben vom Kloster nur wenige Reste erhalten. Nach der Französischen Revolution wurde das Kloster zum Gefängnis umgebaut und konnte über viele Jahrzehnte nicht besichtigt werden.

Morimond (1115)


Von der Primarabtei Morimond blieb nach der Französischen Revolution fast nichts mehr erhalten. Allein ein Bogen der Langhausmauer zeugt heute noch von der Mutterabtei Morimond, die zahlreiche Töchter, vor allem in Deutschland (u.a. in Hude) Osterreich und Osteuropa hervor gebracht hat.

Pontigny (1114)

Das turmlose gotische Mönchskloster steht auf ehemalig unwegsamem Sumpfgebiet und wurde 1114 mit 12 Mönchen unter Abt Hugo von Macon aufgebaut. Pontigny wurde Mutterkloster für europaweit insgesamt 43 Tochterabteien. Das Kloster liegt zwischen Fontenay und Sens einsam in der Landschaft Pontigny. Es steht aber nur noch die Kirche. Sie ist mit 108 m Länge und 25 m Breite die größte erhaltene Zisterzienserabteikirche.

La Ferté (1113)

Das Kloster wurde im Jahr 1113 als erstes Tochterkloster von Kloster Cîteaux gegründet. 1562 und 1567 wurde es geplündert, 1570 durch protestantische Truppen des Gaspard de Coligny in Brand gesetzt. 1680 lag das Kloster in Ruinen. Anschließend wurde es aufwändig im Stil der Zeit wiederaufgebaut. Jedoch erfolgte eine weitgehende Zerstörung im Zug der Französischen Revolution, die zugleich das Ende des Klosters bedeutete. Erhalten ist das auf einer kleinen Anhöhe gelegene repräsentative Abtshaus mit einem zweistöckigen, dreiachsigen Mittelrisalit, vierachsigen Seitenflügeln mit Mansarddach und zweiachsigen Eckbauten. In ihm ist das ursprüngliche Mönchsrefektorium erhalten.

Kloster Altenberg (1133)

Das Kloster Altenberg lag im Ortsteil Altenberg der Gemeinde Odenthal im Bergischen Land. Es wurde im Jahre 1133 als Tochterabtei des Klosters Morimond gegründet. Im Jahre 1803 wurde es säkularisiert Bis heute erhalten ist der Altenberger Dom. Seit dem Wiederaufbau der Ruine 1847 durch den Preußischen König Friedrich Wilhelm IV wird die Kirche als Katholische Pfarrkirche genutzt

Kloster Mariental (1138)

Das ehemalige Kloster Mariental, in der Gemeinde Mariental bei Helmstedt gelegen, wurde 1138 durch Pfalzgraf Friedrich II. von Sommerschenburg gegründet und gehört zur Altenberger Filiation. Nach einem wirtschaftlichen Aufschwung (Klosterländereien erstreckten sich bis nach Magdeburg, Jüterbog und Braunschweig) begann Ende des 14. Jahrhunderts der Niedergang. Im Jahr 1569 endet die zisterziensische Klostergeschichte. Nach der Reformation beherbergte das Kloster von 1542 bis 1745 eine evangelische Klosterschule und ein Lehrerseminar, das jedoch 1773 nach Helmstedt verlegt wurde. Die Klosterkirche ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit Querhaus und geradem Chorschluss. Der Kreuzgang wurde im Jahr 1840 abgebrochen. Erhalten sind der Ostflügel mit dem quadratischen, neunjochigen Kapitelsaal, der Kapelle und einem quadratischen Saal mit Mittelstütze sowie im Obergeschoss dem im Spätmittelalter in Einzelzellen aufgeteilten Dormitorium sowie der Westflügel mit dem siebenjochigen Laienrefektorium.
Quelle: Wikipedia

Idealplan eines Zisterzienserklosters

Erkunden Sie die Karte indem Sie mit der Maus über die Markierungen fahren.

Kirche

Totenpforte

Laienbruderchor

Sakristei

Kreuzgang

Quadrum mit Garten und Brunnenhaus

Kapitelsaal (Versammlungsraum)

Schlafsaal

Novizensaal

Latrinen

Wärmestube

Refektorium (Speisesaal) der Mönche

Küche

Refektorium (Speisesaal) der Laienbrüder